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Eule-Orgel

Eule-Orgel

Unsere Orgel in der Frauenkirche muss einer Generalreinigung unterzogen werden. Wir brauchen Ihre Hilfe!

Matthäus-Passion

Matthäus-Passion

Die Matthäus-Passion fällt in diesem Jahr leider aus. Bereits erstandene Karten können im Pfarramt gegen Rückgabe des Geldes zurückgegeben werden.

Kirchgemeinde Grimma


Liebes Gemeindemitglied,

wer hätte das gedacht? Unser öffentliches Leben ist aufgrund des Coronavirus richtig durcheinandergeraten. Gottesdienste, Konzerte, Gemeindekreise sowie andere kirchliche Veranstaltungen finden nicht mehr statt. Öffentliche Einrichtungen haben geschlossen, Museen, Schulen, Kitas. In den Altersheimen ist von einem Besuch Abstand zu nehmen. Auch die Geburtstagsbesuche, die unser Besuchsteam unternimmt, müssen wir anders organisieren. Bis auf weiteres erhalten Sie einen Geburtstagsgruß in Ihrem Briefkasten – nicht persönlich überreicht. Trotzdem sind wir für Sie da. Telefonisch. Wenn Sie sich mit uns unterhalten möchten…. Vielleicht benötigen Sie Hilfe? Dann lassen Sie uns das wissen. Wir tun, was möglich ist. Nutzen auch Sie Ihr Telefon und rufen bei Ihren Verwandten, Bekannten, Schulfreunden….. an, erkundigen Sie sich. Jede Anteilnahme kann in dieser schwierigen Situation helfen.

Bleiben Sie behütet.

Ihr Kirchgemeinde-Team

Besondere Seelsorgeangebote Montag – Donnerstag von 16 – 19 Uhr:

Pfr. H. Olschowsky                       Montag      (034385) 51 445

Gemeindepädagogin C. Beyer      Dienstag     (0176) 26 84 61 18

Pfr. T. Merkel                               Mittwoch    (03437) 91 96 60

Pfr. M. Wendland                         Donnerstag (034382) 41 306


Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich

1. Korinther 15,42 – Monatsspruch April

Immer wieder hörte ich diesen Bibelvers. Bei Beerdigungen, an denen ich als Kurrendesänger teilnahm. Unser Pfarrer las ihn regelmäßig am Grab, bei Wind und Wetter.

Heute lese ich nun selbst Bibelverse an den Gräbern der Heimgegangenen. Man hat sie ja noch bildlich vor Augen. Ihre Körperhaltung, ihren Gesichtsausdruck, gesprochene Sätze… Mit all dem haben sie sich unverwechselbar gemacht. Wir stellen uns unser Leben nun einmal körperlich vor. Wir wollen Dinge vor unseren Augen sehen.

Vor 160 Jahren änderte sich unsere Bestattungskultur. Die Feuerbestattung war umstritten. Sie wurde auch als Abgrenzung zur christlichen Erdbestattung gesehen. Jesus wurde von Josef, einem Mitglied des jüdischen Rates bestattet. Er hatte ihm ein Felsengrab gestiftet. Am Ostermorgen kommen einige Frauen zu seinem Grab, um den Leichnam zu salben, bevor er verwest. Da war der Stein weggerollt. Das Grab ist da. Die Tücher auch. Den Leichnam finden sie nicht. Noch suchen die Frauen Jesus. Vielleicht sind sie ja am falschen Grab. Vielleicht hat man ihn woanders hingelegt. Alle Erklärungen setzen voraus, dass die Welt so weitergeht wie bisher. Ein Mensch ist gestorben. Er ist tot und bleibt tot und verwest.

Doch mit Jesus geht es anders weiter. Ab jetzt heißt es nicht mehr – leben, sterben, verwesen, sondern „Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.“ Ein Zeichen für das Eingreifen Gottes gegen Sterben und Vergehen.

Was für eine Kraft war da am Werk? Sie bewegte, veränderte, trug durch Tod und Sterben hindurch. Selbst Paulus wurde ein Zeuge dieses Wirkens. Tagelang war er blind. Gleichzeitig wurde er mit einer Kraft erfüllt, die durch kein Leiden und kein Drohen mit dem Tod aufzuhalten war. Paulus sagt: Der Tod trägt nicht den Sieg davon. Gott wird uns verwandeln. Wer stirbt, der landet nicht im Nichts. Ab jetzt geht der Auferstandene mit. Das haben die Frauen am Ostermorgen erfahren.

Paulus gebraucht das Bild des Säens und Erntens. Gott verwandelt uns, egal, was mit unserem Leichnam einmal geschieht. Bei einem Beerdigungsgespräch sagen die Angehörigen: „Unsere 5-jährige Enkelin wird nicht dabei sein, sondern in den Kindergarten gehen. Wir haben ihr gesagt: „die Uroma ist jetzt im Himmel, schaut herunter und winkt Dir zu! Wie sollte sie uns das noch glauben, wenn sie die Urne sieht? Was meinen Sie, schaut sie wirklich herunter?“

Ein schönes Bild! Ich glaube an die Auferstehung der Toten, aber ich kann Ihnen nicht sagen, wann und wie diese sein wird. Aber wir dürfen uns Gedanken und Vorstellungen machen. Gerade in den biblischen Texten finden wir dafür wunderbare Bilder: die Wohnungen in unseres Vaters Haus. Das Sitzen an seinem Tisch. Das neue Jerusalem. Der Klang der letzten Posaune, in einem Augenblick dann die Auferstehung der Toten – unverweslich, unsterblich, verwandelt. Der Sieg über den Tod.

Wir brauchen starke Bilder, starke Texte, starke Lieder, starke Klänge gegen den Zerfall, die Verwesung, die anonymen Gräber, die Sterblichkeit, den schleichenden Tod.

Wir brauchen die Auferstehungsbilder, die Auferstehungstexte, die Auferstehungsklänge, die Auferstehungssonne über den Gräbern und den Posaunenklang am Ostermorgen auf dem Friedhof.

Ihr Pfarrer Torsten Merkel

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